Bisher gibt es leider keine Therapie, die diese Erkrankungeg heilen kann.
Die bisher wichtigste Regulationsmethode, um der zugrundeliegende Erschöpfung gerecht zu werden ist das
Bei den Erstanamnesen fällt immer wieder auf, das viele Patienten entweder noch nicht davon gehört haben oder nicht genau wissen, wie sie das Pacing umsetzen sollen.
Was ist Pacing und warum ist es so wichtig?
Pacing bedeutet, die individuelle Belastunggrenze nicht zu überschreiten, um dem Körper genügend Energie für die Regeneration zur Verfügung zu stellen.
Warum ist das wichtig und etwas anders als bei anderen Fatiguen?
Anders als bei anderen Fatigueformen (wie z.B. bei Krebserkrankungen und chronischen Entzündungen) ist bei Postviralen Syndrom häufig der Energieproduzent der Zellen (Mitochondrien) durch die Viren geschädigt und nicht nur erschöpft.
Mitochondrien produzieren den für unseren Körper wichtigen Baustein ATP (Adenosintriphosphat). Dieser Baustein reguliert sehr viele Prozesse im Körper (Muskelfunktion, Transportprozesse etc). Wird er nicht mehr hergestellt, hat dies gravierende Folgen für den Körper.
Liegt kein postvirales Syndrom vor, führt neben anderen Maßnahmen ein moderates Ausdauertraining schnell zur Regeneration der Mitochondrien.
Beim Postviralen Syndrom ist dieser Regenerationsmechanismus gestört, d.h. aktivierender Sport führt zur Verschlechterung der Symptome!!!
Viele Patienten versuchen am Anfang durch Sport und "sich Zusammenreissen" etwas gegen Ihre Fatigue zu unternehmen und verschlechtern unbeabsichtigt dadurch Ihren Zustand.
Pacing ist deshalb einer der wichtigsten Bausteine der Therapie und wir bemühen uns, entsprechend darüber aufzuklären und Hilfestellungen für den Alltag zu geben.