Seit Beginn der Coronapandemie leiden vermehrt Menschen an Symptomen, die durch eine Coronainfektion entstanden und nicht wieder vollständig verschwunden sind. Zum Teil sind es leichte Störungen des Allgemeinbefindens, viele Menschen leiden aber auch unter schweren Gesundheitsbeeinträchtigungen im Sinnen eines PAIS (Postakutes Infektionssyndrom) oder der Langzeitfolge ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom.
Diese schweren Verlaufsformen kommen auch nach anderen viralen Infekten wie z.B. Pfeiffersches Drüsenfieber (EBV-Infektion)oder Grippe vor. Auch kleinere Infekte der oberen Atemwege oder Magen-Darm-Infekte können zu einem PAIS-Syndrom führen. Dabei kann der akute Verlauf der Erkrankung durchaus leicht gewesen sein.
Aktuell gibt es keine die Erkrankung heilende Therapie, aber es gibt unterstützende therapeutische Maßßnahmen und Medikamente aus dem On- und Offlabelbereich, die zur Symptomliderung eingesetzt werden können.
Dabei bedeutet Onlabel, dass die Medikamente offiziell zur Behandlung zugelassen sind, bei Offlabel-Medikamenten gibt es Studien oder Verlaufsbeobachtungen, die Verbesserungen zeigen konnten, eine generelle Zulassung zur Behandlung des Krankheitsbildes besteht noch nicht.